Dallgow baut für Sprayer-Wettbewerb die Mauer wieder auf

Manuel Schulz aus Dallgow und Filipp Meissner aus Wustermark siegten am 4. Oktober 2009 im Sprayer-Wettbewerb an der zum 20. Jahrestag des Mauersfalls aus Pappe statt aus Beton wiedererrichteten "Mauer" (Foto: Kerstin Schildberg)
In Dallgow wurde die Mauer wieder aufgebaut: Nicht aus Beton, sondern aus Pappe. Und sie sollte nicht ausgrenzen, sondern an den 20. Jahrestag des Mauerfalls erinnern. Deshalb diente die graue Pappmauer auch als Fläche für einen Sprayer-Wettbewerb, den der Verein Geschichte und Kultur in Dallgow-Döberitz „GuK Da“ ausrichtete. Für Sven Richter, Organisator des Wettbewerbes, war es “eine gelungene Aktion, um die jüngere Generation an das Thema der Teilung Deutschlands heranzuführen”.
Richter sagte, “Vorbild für die Aktion war die East-Side-Gallery in Berlin-Friedrichshain”. Wie sich die jungen Künstlern das Thema “Mauerfall” umsetzten, stand ihnen frei. Der Sprayer Manuel Schulz aus Dallgow und Filipp Meissner aus Wustermark wurden für ihr Werk “Trabbi” von einer Jury zum Sieger gewählt.
Die Aktion an der ehemaligen Transittankstelle Dallgows gehörte zu einer Reihe von Veranstaltungen, die der Bezirk Spandau und die Gemeinden Dallgow-Döberitz, Groß Glienicke, Falkensee, Henningsdorf sowie Schönwalde-Glien veranstalteten. (Kerstin Schildberg)

Die "East-Side-Gallery" Dallgow bei Nacht - im Hintergrund werden historische Fotos von Dallgow-Döberitz an die Wand in unmittelbarer Nähe der alten Transittankstelle projiziert (Foto: Andreas Krüger)

